Drei spannende interaktive Module aus serious games und Alternate-Reality-Spielen zu Indien, Afrika und den Philippinen erwarteten die Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen in der Ausstellung von „Missio for life“. Durch die Mischung aus Ausstellung und Spiel erhielten die Jugendlichen einen authentischen Einblick inunbekannte, schwierige LebenssituationenGleichaltriger, deren Glück jeden Tag neu auf die Probe gestellt wird. So durchlebten die Schüler mittels transmedialer Erlebniswelt das Schicksal von „Paulo“ (Philippinen), der sich mit 15 Jahren als Straßenkind durchschlagen muss. Die 8. Klässler tasteten sich buchstäblich in Müllberge hinein, auf der Suche nach Dingen, die sich recyceln lassen und ein wenig Geld bringen, um nicht hungern zu müssen. Sie erlebten am eigenen Leib aber auch die Lebenswirklichkeit von „Geoffrey“ (Afrika), der verunglückte und fortan aufgrund seiner Behinderung Ausgrenzung und Verachtung erfährt. Als Mädchen „Renu“ (Indien) bemühten sich alle Schülerinnen und Schüler mit großem Eifer, schnell zu putzen, richtig zu kochen und die Familie mit all ihren Wünschen zufrieden zu stellen, trotzdem droht tagtäglich Gewalt. Diese Ungerechtigkeiten warfen bei den Schülern viele allgemeine Fragen über Menschenwürde und Hilfsmöglichkeiten auf, über die abschließend noch mit den Experten von „Missio for life“ diskutiert werden konnte. Denn alle drei Geschichten gehen am Ende doch noch gut aus, weil die missio for life-Partner zu Hilfe kommen und Renu, Geoffrey und Paulo retten.

S. Mackensen