Heute war es wieder soweit! Schülerinnen und Schüler der Klassen 10c und 10e schlüpften in die Rollen von Abgeordneten des Bayerischen Landtags und schnupperten in den Politikbetrieb hinein. Und dabei ging es ans Eingemachte: Fraktionssitzung, Ausschusssitzung, erste und zweite Lesung, Beschlussvorlage, Plenum. Da ist es schwer, nicht den Überblick zu verlieren. Die angereisten Teamer des CAP (Centrum für angewandte Politikforschung) haben die Schüler jedoch bestens unterstützt, eben diesen nicht zu verlieren und so wurde vielen am heutigen Tag klar, wie Politik funktioniert.

Das zeigte sich gegen Ende auch am Frust der Abgeordneten aus den kleineren Fraktionen, die sich nur sehr schwer mit ihren Interessen gegen den großen Block der „Konservativen“ durchsetzen konnten. Bei einem Gesetz muss ja schließlich um jedes Wort gefeilscht werden – und da will jeder seine Handschrift durchsetzen. Dabei ging es um die Anzahl der Lebensmittelkontrolleure in Bayern, die Kennzeichnung guter Lebensmittel oder um die Ausgestaltung von Sanktionen bei Regelverstößen der Lebensmittelhersteller.

Umso beachtlicher war es am Ende bei der Abstimmung, nachdem in den Reden der einzelnen Fraktionen deren unterschiedliche Sichtweisen doch sehr deutlich wurden, dass das neue Gesetz zum Verbraucherschutz einstimmig beschlossen wurde. Durch beharrliches Argumentieren hatten es die „kleinen Fraktionen“ dann doch geschafft, einige wesentliche Punkte ins Gesetz mit reinzubringen, sodass am Schluss jeder das Gefühl hatte, gewonnen zu haben.

N. Thiemann