

Am Dienstag, den 27.02.2024, organisierte die Fachschaft Religion für die Klassen 6C und 6E zwei ganz besondere Unterrichtsstunden.
Es gab eine Live-Schaltung nach Jerusalem und Arie Rosen, der in Deutschland aufwuchs, seit seinem 15. Lebensjahr in Israel lebt und sich heute für kulturelle Begegnungen einsetzt, gab den Schüler:innen Einblicke in seine Religion.
Er referierte dabei sehr anschaulich und abwechslungsreich und zog die Jugendlichen schnell in seinen Bann. So zeigte er ihnen zum Beispiel seine Gebetsriemen, die Mesusa, die an jeder jüdischen Eingangstür zu finden ist und eine Tora. Dabei beeindruckte die Schüler:innen besonders, wie bedeutsam und kostbar eine Originaltora ist. Sie wird von ausgebildeten Tora-Schreibern mit Hand geschrieben, in einen Mantel gehüllt und geschmückt, nur mit einem Zeigestab berührt und beerdigt, wenn sie ausgedient hat.
Das Hauptthema der Videokonferenz war der Schabbat. Die 6.-Klässler:innen lauschten gespannt und überrascht den Ausführungen des Referenten, wenn er von dem Ablauf und den Verboten dieses Feiertags und dem Sinn dahinter erzählte. Wie man von Freitagabend bis Samstagabend komplett ohne elektrische und elektronische Geräte auskommen soll, schien ihnen unvorstellbar. Arie Rosen betonte jedoch den besonderen Erholungsfaktor des Ruhetages und empfahl den Jugendlichen, es auch mal einen Tag ohne Handy zu versuchen.
Das große Interesse und die Neugier der Jugendlichen zeigte die Fragerunde am Ende. Dabei kam neben vielen Nachfragen zu den Sabbatgeboten auch die Betroffenheit über den Krieg zum Ausdruck. Eine Schülerin wollte zum Beispiel wissen, wie es sich anfühlt, einen Vortrag zu halten und zu wissen, dass jederzeit Raketenalarm ausgelöst werden könnte. Sehr offen sprach Arie Rosen von seinen aktuellen Ängsten und Hoffnungen.
Durch seinen persönlichen, lebensnahen Vortrag bekamen die Kinder einen ganz besonderen Einblick ins jüdische Leben.
Anja Pfister

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