„Euthanasie“– Mordprogramm der Nationalsozialisten

Am Mittwoch, 24.04.24, besuchte die Stadtarchivarin Herrschings, Frau Dr. Hellerer, erneut unsere Schule, um die Klassen 9 C, E und F über das Thema „Euthanasie im Landkreis Starnberg in der Zeit des Nationalsozialismus“ zu informieren.

Ausgehend von den Ursprüngen der Rassentheorie, die unter anderem von Chamberlain definiert wurden und bereits im 19. Jahrhundert Anhänger in den europäischen Gesellschaften fanden, spannte Frau Dr. Hellerer einen Bogen hin zur Entwicklung der sogenannten „Eugenik“ (griechisch für „gute Gene“). Einer Pseudowissenschaft, die unter anderem von dem in Herrsching ansässigen Arzt Alfred Ploetz, nachdem noch heute eine Straße in unserer Gemeinde benannt ist, begründet wurde und die zur Folge hatte, dass nicht nur „rassisch unerwünschte Personen“ keinen Platz in der deutschen Gesellschaft finden sollten, sondern der sich in seinem Werk „Die Tüchtigkeit unserer Rasse und der Schutz der Schwachen (1895)“ dafür aussprach, „daß  [wenn] das Neugeborene ein schwächliches oder missgestaltetes Kind ist, so wird ihm von dem Ärzte-Collegium, das über den Bürgerbrief der Gesellschaft entscheidet, ein sanfter Tod bereitet, sagen wir durch eine kleine Dose Morphium.“ 

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden diese Ideen weitergeführt. In der menschverachtenden Ideologie der damaligen Zeit hatten Menschen mit psychischen, kognitiven und physischen Beeinträchtigungen keinen Platz in der sogenannten „Volksgemeinschaft“. Um die „Reinhaltung des gesunden Volkskörpers“ zu gewährleisten, verabschiedeten die Nationalsozialisten am 14. Juli 1933 zunächst das „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ und begannen mit Zwangssterilisationen. Dieses Gesetz gilt als Grundlage für die Ausgrenzung und spätere Ermordung von Menschen mit psychischen Krankheiten. Bis zu 400 000 Menschen wurden in der Zeit des Nationalsozialismus unfruchtbar gemacht. In einer weiteren Eskalationsstufe wurde mit der „Aktion T4“ eine Organisationsstruktur geschaffen, die es ermöglichte, Menschen mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen, Menschen mit Schizophrenie oder auch Depressionen sowie Alkoholikern und Epileptiker zu erfassen und in eigens dafür eingerichteten Tötungsanstalten umzubringen. Innerhalb weniger Jahre wurden so vermutlich über 70 000 Menschen in Gaskammern oder durch Nahrungsentzug ermordet.

All dies erklärte und untermalte Frau Dr. Hellerer wieder mit anschaulichen und biographischen Beispielen aus dem Landkreis Starnberg. Es gelang ihr einen Bogen zu ziehen von den Grausamkeiten des Euthanasie-Programms hin zum Holocaust, für den die Durchführung der Ermordung beeinträchtigter Menschen als Blaupause gelten darf.  

Frau Dr. Hellerer beantwortete die zahlreichen Fragen der Schüler mit großer Geduld. Auf die Frage einer Schülein, warum dies ihr Forschungsgebiet sei, antwortete die Historikerin, sie fühle Verantwortung für die Opfer, um deren Gedenken sich sonst zu wenig bemüht würde. Es ist Menschen wie Frau Dr. Hellerer zu verdanken, dass diesen Opfern ein Gesicht gegeben wird und dass ihre Geschichte und ihr Schicksal nicht vergessen werden. 

H. Hilzensauer

Tag des offenen Schulhauses

Die RSH öffnete ihre Türen für interessierte Kinder, die nächstes Schuljahr in die 5. Klasse übertreten möchten und deren Eltern. 

In vielen Klassenzimmern und Fachräumen präsentierten die Lehrkräfte ihre Fächer, stellten Arbeitsmaterialien und Schülerarbeiten aus und luden zum Ausprobieren und Mitmachen ein. 

So durften die zahlreichen Besucher zum Beispiel im Matheraum an I-Pads „Wer wird Millionär“ spielen, in Biologie einen Blick durch Mikroskope werfen, in Physik eine Schallkanone ausprobieren, sich in Geographie das Atomkraftwerkmodell eines 6.-Klässlers vorstellen lassen, im Raum der Stille beim Fach Religion bei gedämmmtem Licht und Meditationsmusik ein bisschen zur Ruhe kommen, in Deutsch Comics und Lapbooks von Schülerinnen und Schülern bewundern oder in der neuen Turnhalle verschiedene Sportarten testen.

An verschiedenen Ständen in Aula und Atrium konnten die Eltern unter anderem mit dem Elternbeirat, der Schulleitung, der Schulsozialpädagogin und der Lerncoachin ins Gespräch kommen. 

Für das leibliche Wohl sorgten Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen, außerdem gab es einige Tanz- und Musikeinlagen.

A. Pfister

Sieg beim Schulsaniwettkampf für Oberbayern West

Ein Team unserer Schulsanitäter machte sich am 18.04.24 auf nach Germering zum Schulsaniwettkampf. Hier ging es nicht nur um praktisches und theoretisches Wissen der Ersten- Hilfe, sondern auch um Teamwork. Wir alle fieberten, auch von Herrsching aus bis zum Ende mit. Als uns dann um 12:50 Uhr die freudige Nachricht des Sieges erreichte, waren wir alle nur stolz und überglücklich. An dieser Stelle Glückwunsch an das ganze Team der Schulsanis der RSH. Somit geht es für uns am 08.05.24 nach Zwiesel in den Bayerischen Wald zu dem Wettkampf für Bayern. Für unser Team viel Glück und Erfolg! Die Daumen sind auf alle Fälle gedrückt!

Theresa Grobholz

Frühlingskonzert an der RSH

Auch wenn draußen winterliche Temperaturen, Sturm und Graupel für Unbehagen sorgten, an der Realschule Herrsching zog beim ersten Konzert in der neuen Turnhalle der Frühling ein.

Christian Schmitz begrüßte „als glücklichster Schulleiter“ die rund 500 Gäste – darunter den neuen Zweckverbandsvorsitzenden Christian Schiller sowie dessen Stellvertreter Michael Sturm – in der „schönsten Turnhalle der Welt“.

Die Musik- und Sportlehrkräfte hatten ein extrem vielseitiges Programm zusammengestellt und im Vorfeld mit den Schülerinnen und Schülern auf Probentagen dafür geübt.

Junge Akrobaten und Bewegungskünstlerinnen zeigten auf der mit Schmetterlingen und Blumen bunt dekorierten, riesigen Bühne ihr Geschick und bewiesen zudem schauspielerisches Können. Im Sinne des Schulmottos „Treat people with kindness“ spielten sie vor, wie wichtig es ist, sich gegenseitig zu helfen, um die Balance zu halten.

Auch bei den Auftritten der Dance Academy bildeten die Schülerinnen und Schüler beim Tatting in ihren schwarzen Outfits und weißen Handschuhen eine Einheit und beeindruckten durch Synchronität und Rhythmusgefühl.

Die Musik kam bei dem Konzert ebenfalls nicht zu kurz. Neben Songs von Solokünstlern am Piano oder der Violine sowie einer Combo aus vier Jungs und einem Mädchen traten Chor und Vokalensemble mehrmals gemeinsam auf.

Sie proben derzeit für ein ganz besonderes Event: Zusammen werden sie an der riesigen Veranstaltung 6K UNITED im Münchner Olympiastadion teilnehmen. Dabei wird aus hunderten Einzelgruppen ein Chor aus 6000 Kinderstimmen geformt und ein Konzert gesungen.

Ein Auszug der Lieder, die dafür einstudiert werden, wurde bei dem Frühlingskonzert präsentiert: „Taivas on sininen“, „Wunderfinder“ und „Der Mond ist aufgegangen“.

Bei letzterem kamen die Handytaschenlampen der rund 40 Sängerinnen und Sänger zum Einsatz und sorgten für eine ganz besondere Stimmung in der Turnhalle. In der Olympiahalle mit 6000 Kindern wird es sicherlich ein ganz einmaliges Erlebnis für alle Beteiligten werden.

Nach dem Konzert ließen viele Besucher den Abend im Foyer der Turnhalle ausklingen und gingen danach fröhlich und beschwingt nach Hause.

A. Pfister

„Missio for life“: Schülerinnen und Schüler der RSH gehen auf virtuelle Reise

„Kommt mit uns nach Indien, Tansania und auf die Philippinen!“ Auch in diesem Jahr stattete die interaktive Ausstellung „missio for life“ der Realschule Herrsching einen zweitägigen Besuch ab. Mit diesem Angebot des internationalen Hilfswerkes „missio München“ erhalten die Schülerinnen und Schüler der achten Jahrgangsstufe einen Einblick in die schwierigen Lebensbedingungen gleichaltriger Kinder und Jugendlicher im asiatischen und afrikanischen Raum.
Neugierig werden, entdecken, selbstständig lernen und Themen bearbeiten – diesen Grundsätzen folgt die am globalen Lernen ausgerichtete Konzeption der Ausstellung.
Zurückgegriffen wird dabei auf reale Projekte und Personen, die missio im Rahmen seiner Arbeit betreut. Unter Verwendung von iPads werden die Schülerinnen und Schüler interaktiv durch einen Rundgang geführt und können dabei die Schicksale von Mercedes, Geoffrey und Renu miterleben. Postkarten, die an die Protagonisten aus dem Spiel geschrieben werden können und die direkt in die entsprechenden Länder weitergeleitet werden, runden das Angebot ab.
Maria Wenger-Reinhard

Entdeckungsreise durch die Fugger-Welt

Am 01.03. und 06.03. besuchten die siebten Klassen das Fugger Museum und die berühmte Fuggerei in Augsburg.

Im Fugger Museum wurden die Schülerinnen und Schüler in die faszinierende Welt der Gewürze in der frühen Neuzeit eingeführt. Die Museumspädagogin erläuterte anschaulich, wie kostbar und begehrt Gewürze wie Pfeffer einst waren. Es mag überraschend sein zu hören, dass damals ein Kilo Pfeffer so viel wert war wie ein Kilo Gold!

Besonders beeindruckend war die Information darüber, wie schwierig es war, Gewürze zu finden, da die Handelsrouten noch nicht vollständig entwickelt waren. Die Schülerinnen und Schüler lernten, wie sich die Situation nach der Entdeckung neuer Seewege und der Erschließung der Neuen Welt langsam verbesserte und die Gewürze zugänglicher wurden. Eine spannende Animation zeigte den Schülerinnen und Schülern, wie gefährlich und abenteuerlich eine Schiffsfahrt zu den ostasiatischen Handelsrouten gewesen sein muss.

Neben den Gewürzen wurde den Schülerinnen und Schülern auch die Handelsmetropole Venedig und ihre Bedeutung für den Handel in Europa vorgestellt. Sie lernten, wie Venedig als wichtiger Umschlagplatz für Waren aus aller Welt fungierte und wie dies die Wirtschaft und Kultur Europas prägte.

Ein weiterer interessanter Aspekt der Exkursion war die Erklärung des damaligen Rechensystems. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren, wie man in der frühen Neuzeit mit den Zahlen und Währungen umging und wie sich dies von unserem heutigen System unterscheidet.

Nach der Führung besuchten wir gemeinsam die Fuggerei Siedlung, die als Sozialsiedlung bereits seit über 500 Jahren von Bewohnern aus der ärmeren Schicht bewohnt werden. Die Schüler lernten über die Entstehung und Struktur der Siedlung und hatten die Gelegenheit, eine Wohnung von innen zu besichtigen. Zudem wurde ein Stolperstein näher betrachtet und die Bedeutung von Stolpersteinen den Schülerinnen und Schülern näher erläutert.

D. Durmaz

Die RSH triumphiert souverän beim Kreisfinale trotz widriger Bedingungen

Das Fußballturnier, das am 21.März 2024 stattfand, wird zweifellos als ein denkwürdiges Ereignis in die Geschichte eingehen. Unter schlechten Wetterbedingungen, die von starkem Regen, eisiger Kälte und schnellen Bällen geprägt waren, zeigte die Schulmannschaft (Jahrgang ’10/’11) der Staatlichen Realschule Herrsching eine beeindruckende Leistung und sicherte sich den verdienten Sieg mit 12 „Buden“ in 3 Spielen.

Das erste Spiel begann mit einem überzeugenden 4:0-Sieg gegen die Mittelschule Gilching, wobei die Spieler der RSH ihre technische Überlegenheit und taktische Raffinesse unter Beweis stellten. Im zweiten Spiel setzten sie ihren Triumphzug fort und besiegten die Montessori-Schule Biberkor mit einem klaren 5:0-Sieg, der ihre dominante Form bestätigte. Im entscheidenden dritten Spiel gegen die Realschule Gauting zeigten die Spieler der RSH kein Anzeichen von Nachlassen. Trotz des starken Widerstands ihrer Gegner behielten sie die Kontrolle über das Spiel und sicherten sich einen weiteren überzeugenden Sieg mit 3:0.

Die herausragende Leistung unserer Spieler spiegelte sich nicht nur in ihren Ergebnissen, sondern auch in ihrem Teamgeist und ihrer Entschlossenheit wider. Trotz der widrigen Wetterbedingungen ließen sie sich nicht beirren und kämpften bis zum Schluss um ihren Triumph. Das Fußballturnier war nicht nur ein Ereignis sportlicher Exzellenz, sondern auch ein Beweis für die Entschlossenheit und den Zusammenhalt der Spieler der Realschule Herrsching, die sich als verdiente Sieger dieses Wettbewerbs ins Regionalfinale katapultierten.

Tobias Reindl

Blaulichtbesuch für die Schulsanitäter

Pflaster, Kühlpack und Gummibärchen – für uns alltägliche Hilfsmittel aber was ist, wenn dies nicht mehr ausreicht?

Dies beantwortete uns der First Responder der Feuerwehr Herrsching. First Responder bedeutet „zuerst Antwortender“. Das heißt, wenn der Rettungswagen aus Herrsching im Einsatz ist, kommt der First Responder und überbrückt die Zeit bis zum Eintreffen des RTW. So auch, wenn die Retter an unsere Schule kommen.

Welche Aufgaben es für uns bei der Zusammenarbeit gibt, wurde uns anschaulich erklärt, wie unter anderem die Übergabe nach bestimmten Schemata. Des Weiteren, erfuhren wir allerhand über die verschiedenen Rucksäcke, Taschen, deren Inhalt und die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten der Gerätschaften, die sich im Auto befinden. Wie beispielsweise das EKG eingesetzt wird und welche Messwerte erhoben werden können.

Wir bedanken uns bei den hauptamtlichen Gerätewarten Veronika Echtler und Daniel Pleyer für den spannenden Einblick und freuen uns auf weiterhin gute Zusammenarbeit.

Theresa Grobholz

Für Demokratie und Vielfalt

Am Samstag, den 16.03, fand in Herrsching eine Versammlung statt, bei der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Zeichen für Demokratie und Vielfalt setzten. Die Schülersprecherin Franziska Graf vertrat bei dieser Veranstaltung die gesamte Schulfamilie der RSH. In einer kurzen Rede wies sie darauf hin, dass auch der Bildungsauftrag der Bayerischen Verfassung den Schulen den Auftrag gibt, die Schülerinnen und Schüler im Geist der Demokratie zu erziehen. Dazu gehören untere anderem die Achtung der Menschenwürde und die Gleichberechtigung. Und damit sind auch Ausgrenzung und Hetze für uns nicht zu akzeptieren.

Theaterbesuch „Sommernachtstraum“

Die 10 H besuchte am 06.03.2024 die Schauburg in München. Die gesamte Klasse fuhr am Abend mit der S-Bahn in die bayerische Landeshauptstadt und schaute sich die Jugendvorstellung „Sommernachtstraum“ an. Das Theater um Jan Friedrich inszenierte eine Neuinterpretationen mit aufregenden, etwas verstörenden, aber auch witzigen Elementen. So kommentiert die Süddeutsche Zeitung:

„In seiner energiegeladenen Version an der Schauburg überzeugt, ja überwältigt Friedrich mit allen Theatermitteln, von Schauspiel- über Puppenspiel- bis zu Videokunst: Pralle Dramatik, schön locker durchwürzt mit Komik, Erotik und einer Prise Horror. Dargeboten mit bisweilen artistischem Einsatz, wenn die Darstellenden auf hohen Plateauabsätzen einander auf der Bühne jagen und übereinander herfallen. Wahrhaftig – Shakespeare ist aktuell.“

Süddeutsche Zeitung