Am 8. Januar kamen die Klassen 10a, 10c und 10f in einen besonderen Genuss: Sie durften am Planspiel „Der Landtag sind wir“ teilnehmen. Auch in diesem Schuljahr hat die RSH wieder vom Angebot des Landtags profitiert und es kamen drei Studentinnen und Studenten des CAP zu uns an die Schule, um das Planspiel professionell mit den 67 Schülerinnen und Schülern durchzuführen. Dabei schlüpften alle in eine Rolle, die sie den gesamten Tag spielten: Abgeordnete einer der vier fiktiven Fraktionen des Bayerischen Landtags. In ihren jeweiligen Fraktionen stimmten sich die Abgeordneten zunächst über den Gesetzentwurf der „Sozialen“ ab, der auf die bessere Integration von Geflüchteten abzielte. Die Schüler haben sehr schnell erkannt, dass alle politischen Entscheidungen davon abhängen, wie viel Geld die Maßnahmen kosten. Und so wurde recht schnell die geforderte Zahl der Lehrer von 2.500 auf 1.500 gesenkt und auf die Möglichkeit der Digitalisierung beim Erlernen von Sprache verwiesen. Das und weitere Einzelheiten wurde in verschiedenen Ausschüssen verhandelt. Am Ende stand ein veränderter Gesetzentwurf, der von der neu gewählten Landtagspräsidentin zur Abstimmung gegeben wurde: das Gesetz erhielt eine fast vollständige Zustimmung. Das passiert wohl in der Realität eher selten, zeigt aber vielleicht, dass „unsere Abgeordneten“ gute Kompromisse hinter den Kulissen finden konnten.

N. Thiemann