Exkursion der 8D zur Indienhilfe Herrsching e.V.

Kinderarbeit ist ein Thema, das die Schülerinnen und Schüler der 8D glücklicherweise nur freiwillig betrifft, wenn sie beispielsweise kleinere Aushilfsjobs erledigen oder daheim mithelfen müssen. Das sieht in Indien allerdings ganz anders aus, wo laut Schätzungen circa 6-12 Millionen Kinder ihren Lebensunterhalt mitfinanzieren müssen, um zu überleben. 

Anhand von Spielen, Quizfragen und konkreten Tätigkeiten zum Anfassen und Ausprobieren, durfte die 8D einiges Neues und Spannendes über Kinderarbeit in Indien und die Arbeit der Indienhilfe hier und vor Ort erfahren.  

Katharina König

Juniorwahl an der RSH

Bei der diesjährigen Europawahl dürfen erstmals auch Jugendliche ab 16 Jahren ihre Stimme abgeben.

Bei der Juniorwahl dürfen Schülerinnen und Schüler ihre Stimme abgeben, um Wahlabläufe kennenzulernen und diesen wichtigen demokratischen Akt schon auszuprobieren, bevor sie selbst wahlberechtigt sind. Verschiedene wissenschaftliche Studien belegen die Wirksamkeit der Juniorwahl: Die Wahlbeteiligung der Jugendlichen und ihrer Eltern steigt und damit sinkt der Anteil der Nichtwähler. 

Daher durften bei uns alle Schülerinnen und Schüler ab der 7. Jahrgangsstufe in der Woche vor dem Wahltag ihre Stimme im „Wahllokal E.63“ abgeben. In der Aula waren als Vorbereitung verschiedene Informationen ausgehängt und es liefen kleine Kurzfilme, die zeigten wie man wählt. Wir sind gespannt auf das Ergebnis!

N. Thiemann

Vortrag der Bayerischen Informationsstelle gegen Extremismus

In der Woche nach den Pfingstferien stand für unsere Zehntklässler kurz vor deren Abschlussprüfung noch einmal ein besonderer Programmpunkt auf dem Stundenplan. Wie schon vielfach in den vergangenen Jahren, kam eine Expertin der Bayerischen Informationsstelle gegen Extremismus zu uns an die Schule, um mit den Schülerinnen und Schülern darüber zu sprechen, ob unsere Demokratie in Gefahr ist und von welchen Seiten sie möglicherweise unter Beschuss steht. Ausgehend von einem Film, in dem ein Junge in verschiedene extremistische Gruppen gerät, diskutierten die Schüler gemeinsam, welche Ursachen es vor allem bei Jugendlichen gibt, sich derartigen „Freundeskreisen“ anzuschließen und was sie sich dort erhoffen. Außerdem gab die Referentin einen kurzen Überblick über die Strategien und das Auftreten der rechtsextremen Szene, ordnete mit den Schülern Memes ein sowie mögliche juristische Konsequenzen, würden diese geteilt oder auf dem Handy nicht gelöscht. 

Nicole Thiemann

Geoexkursion zum Bauernhof der 6. Klassen

Am Dienstag, den 14.05.2024, sowie am 04.06.2024 besuchten die Schüler der Klassen 6B und 6C im Rahmen des Geographieunterrichts passend zum Lehrplanthema Landwirtschaft den Würmseefelder Hof in Machtlfing. Dort durften die jeweils 25 Schüler und Schülerinnen der beiden Klassen direkt bei der täglichen Arbeit mithelfen und erfuhren ganz nebenbei von der hofführenden Familie Ortner jede Menge Wissen über den landwirtschaftlichen Milchviehbetrieb, das Melken, die Fütterung der rund 70 Milchkühe und die Verarbeitung zu Lebensmitteln. Natürlich gab es auf dem Hof noch andere Tiere wie Hühner, Hasen, Katzen und Ziegen, welche zum Teil frei herumlaufen und gestreichelt werden durften.

Am Ende der Exkursion konnte jeder Schüler aus einem Glas Milch Butter schütteln und diesen mit Brot verkosten. Im Heustadl nahm der Vormittag seinen krönenden Abschluss mit einer ausgiebigen Heuschlacht und einem gekonnten Sprung in den Heuhaufen, wer sich traute.

Wir bedanken uns bei der Familie Ortner für den tollen Vormittag!

Klasse 6B und 6C mit Frau Burger, Frau Weber und Herrn Sehorsch

Wie beeinflusst der Mensch die Ökosysteme unserer Erde?

In den 10. Klassen erstellten die Schüler Portfolios darüber, wie der Mensch seine Umwelt beeinflusst und gestaltet. Die Schüler mussten reflektieren, wie die Menschen allgemein und auch sie persönlich mit unserem Planeten umgehen und ihn verändern. Jeder musste seinen eigenen ökologischen Fußabdruck ermitteln und individuelle Verbesserungsvorschläge finden. Sie fotografierten ihre Umgebung und reflektierten die Artenvielfalt um sich herum, erörterten den Treibhauseffekt, die Rodung der Wälder, Umweltverschmutzung und das Mikroplastik. Als kreative Aufgabe mussten die Schüler und Schülerinnen einen Comic zeichnen, der den Klimawandel darstellt.

Hier ein paar der schönsten Werke!

Felix Krause, aus der Klasse 10 B, hat sich Gedanken gemacht, wie der Mensch auch das Ökosystem Schule beeinflusst:

Das Ökosystem Schule ist ein komplexes soziales und pädagogisches Gefüge, das durch die Interaktion von Schülern, Lehrern, Verwaltungspersonal und der physischen Umgebung geprägt ist. Leider hat der Mensch durch verschiedene Handlungen das Gleichgewicht dieses Ökosystems gestört.

Zu den schädigenden Einflüssen des Menschen auf das Ökosystem Schule gehören:

  • Umweltbelastung durch Müll auf dem Schulgelände
  • Verschwendung von Ressourcen wie Papier, Kreide, Wasser und Energie
  • Mangelnde Pflege und Instandhaltung der Schulgebäude

Die konkreten Folgen dieser Schädigungen sind vielfältig. Umweltbelastungen können zu einem unanschaulichen Schulgebäude führen, dass das Wohlbefinden und die Motivation der Schüler beeinträchtigt. Die Verschwendung von Ressourcen führt zu finanziellen Verlusten aller Beteiligter und einem höheren ökologischen Fußabdruck der Schule. Vernachlässigte Gebäude können Sicherheitsrisiken darstellen und den Lernprozess stören. Um diese Probleme zu lösen müssen Schulen und die beteiligten Parteien gemeinsam handeln. Die Implementierung von Umweltprogrammen kann das Bewusstsein für Umweltfragen stärken und nachhaltiges Verhalten fördern. Die Einführung von Recycling- und Energiesparmaßnahmen kann den Ressourcenverbrauch reduzieren. Investitionen in die Renovierung und Wartung von Schulgebäuden sind entscheidend, um eine sichere und angenehme Lernumgebung zu gewährleisten.

Letztendlich erfordert die Wiederherstellung des Gleichgewichts im Ökosystem Schule ein gemeinsames Engagement aller Beteiligten, sowie langfristige und nachhaltige Maßnahmen, um die negativen Auswirkungen des menschlichen Einflusses zu minimieren.

Die RSH unterstützt die Demo zum Europatag „Nie wieder ist jetzt“

Am 9. Mai hat ein breites Bündnis zur Demo „Nie wieder ist Jetzt“ in Hechendorf aufgerufen. Nachdem es ähnliche Veranstaltungen schon in verschiedenen Gemeinden im Umland gab, sollte sich diese Demo zum Europatag vor allem an die Jüngeren richten. Daher spielten neben einer Rede von Professor Ursula Münch, Direktorin der Akademie für Politische Bildung Tutzing, auch die Band Campingstuhl und unser ehemaliger Absolvent Jakob Mühleisen Konzerte.

Drei der Schülerinnen unserer SOR-Gruppe (Fatima, Selina und Nelia) und zwei unserer Schülersprecherinnen (Leonie und Antonella) unterstützten die Veranstaltung und präsentierten mit kurzen Reden unsere Schulgemeinschaft. Wir danken den fünf Schülerinnen sehr für ihren Engegement und sind stolz, dass sie sich aktiv für unsere Demokratie eingesetzt haben.

N. Thiemann

Schulsaniwettkampf für Bayern in Zwiesel

Am 08.05.24 ging es für unser Team im Rahmen des Bayerischen Schulsaniwettbewerbes nach Zwiesel in den Bayerischen Wald. Hier traten Schulsanitäter aus ganz Bayern gegeneinander an. Das Fachwissen der Sanitäter wurde nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch abgefragt – dieses Jahr mit dem Schwerpunkt thermische Verletzungen (Verbrennungen). Die praktischen Fähigkeiten konnten bei den Fallbeispielen unter Beweis gestellt werden: beispielsweise wie bei einem Fremdgegenstand in der Haut richtig gehandelt werden muss, oder bei einem Sturz aus mittlerer Höhe.

Am Ende musste sich aber leider unser Team in einem knappen Duell mit den Gastgebern geschlagen geben.

Glückwunsch an das Team der Schulsanitäter der Realschule Herrsching zum Vize- Landesmeister.

Theresa Grobholz 

„Euthanasie“– Mordprogramm der Nationalsozialisten

Am Mittwoch, 24.04.24, besuchte die Stadtarchivarin Herrschings, Frau Dr. Hellerer, erneut unsere Schule, um die Klassen 9 C, E und F über das Thema „Euthanasie im Landkreis Starnberg in der Zeit des Nationalsozialismus“ zu informieren.

Ausgehend von den Ursprüngen der Rassentheorie, die unter anderem von Chamberlain definiert wurden und bereits im 19. Jahrhundert Anhänger in den europäischen Gesellschaften fanden, spannte Frau Dr. Hellerer einen Bogen hin zur Entwicklung der sogenannten „Eugenik“ (griechisch für „gute Gene“). Einer Pseudowissenschaft, die unter anderem von dem in Herrsching ansässigen Arzt Alfred Ploetz, nachdem noch heute eine Straße in unserer Gemeinde benannt ist, begründet wurde und die zur Folge hatte, dass nicht nur „rassisch unerwünschte Personen“ keinen Platz in der deutschen Gesellschaft finden sollten, sondern der sich in seinem Werk „Die Tüchtigkeit unserer Rasse und der Schutz der Schwachen (1895)“ dafür aussprach, „daß  [wenn] das Neugeborene ein schwächliches oder missgestaltetes Kind ist, so wird ihm von dem Ärzte-Collegium, das über den Bürgerbrief der Gesellschaft entscheidet, ein sanfter Tod bereitet, sagen wir durch eine kleine Dose Morphium.“ 

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden diese Ideen weitergeführt. In der menschverachtenden Ideologie der damaligen Zeit hatten Menschen mit psychischen, kognitiven und physischen Beeinträchtigungen keinen Platz in der sogenannten „Volksgemeinschaft“. Um die „Reinhaltung des gesunden Volkskörpers“ zu gewährleisten, verabschiedeten die Nationalsozialisten am 14. Juli 1933 zunächst das „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ und begannen mit Zwangssterilisationen. Dieses Gesetz gilt als Grundlage für die Ausgrenzung und spätere Ermordung von Menschen mit psychischen Krankheiten. Bis zu 400 000 Menschen wurden in der Zeit des Nationalsozialismus unfruchtbar gemacht. In einer weiteren Eskalationsstufe wurde mit der „Aktion T4“ eine Organisationsstruktur geschaffen, die es ermöglichte, Menschen mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen, Menschen mit Schizophrenie oder auch Depressionen sowie Alkoholikern und Epileptiker zu erfassen und in eigens dafür eingerichteten Tötungsanstalten umzubringen. Innerhalb weniger Jahre wurden so vermutlich über 70 000 Menschen in Gaskammern oder durch Nahrungsentzug ermordet.

All dies erklärte und untermalte Frau Dr. Hellerer wieder mit anschaulichen und biographischen Beispielen aus dem Landkreis Starnberg. Es gelang ihr einen Bogen zu ziehen von den Grausamkeiten des Euthanasie-Programms hin zum Holocaust, für den die Durchführung der Ermordung beeinträchtigter Menschen als Blaupause gelten darf.  

Frau Dr. Hellerer beantwortete die zahlreichen Fragen der Schüler mit großer Geduld. Auf die Frage einer Schülein, warum dies ihr Forschungsgebiet sei, antwortete die Historikerin, sie fühle Verantwortung für die Opfer, um deren Gedenken sich sonst zu wenig bemüht würde. Es ist Menschen wie Frau Dr. Hellerer zu verdanken, dass diesen Opfern ein Gesicht gegeben wird und dass ihre Geschichte und ihr Schicksal nicht vergessen werden. 

H. Hilzensauer