Mehrgenerationenprojekt – ein voller Erfolg!

Die Kinder der Bärenhöhle Andechs haben endlich die Kisten erhalten, die im Rahmen eines Projektes von unseren 10Klass-Schülern erstellt wurden. Die Aufregung war groß, wer wohl welche Kiste bekommt. Und noch viel größer war dann die Freude, als jedes Kind seine Kiste auspacken durfte. Mein kleiner Sohn Flo ist stolz wie Bolle auf sein Feuerwehrauto (danke Vincent 🙂 und auch alle anderen Kinder schicken euch, liebe 10Klässler, auf diesem Weg ein GROßES Dankeschön! Wer weiß, vielleicht haben unsere Großen nächstes Schuljahr wieder Lust den Kleinen eine Freude zu bereiten.

M. Mäck-Tatz

Wir bekennen Farbe

Diese Woche findet an der Realschule Herrsching eine Mottowoche statt. Die SMV hat sich für jeden Tag einen besonderen Dresscode überlegt. Viele Schüler beteiligten sich am Montag beim Thema Regenbogen. Sie setzten damit entsprechend unserer Zertifizierung als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ein Zeichen für mehr Toleranz und Akzeptanz.

Das Foto zeigt von links nach rechts: Schulleiterin Rita Menzel-Stuck, Kira Nenchi, Bianca Sperling, Sophia Haas, Emely Präßl, Celine Schwienbacher

Projektarbeit der Klasse 8B in BWR

Nachdem die Schüler*innen der Klasse 8B im letzten Schuljahr bereits in Gruppen im Projekt „Unternehmensgründung“ ein fiktives Unternehmen und einen eigenen Businessplan von der Geschäftsidee bis hin zur Finanzierung und SWOT-Analyse erstellt haben, wurde die Projektarbeit in diesem Schuljahr wieder aufgegriffen.

Im Rahmen des Lehrplans der 8.Klasse sollten die Schüler nun für ihr Unternehmen ein ausgereiftes Marketingkonzept von der Portfolioanalyse über Preisstrategien bis hin zur Kommunikationspolitik inklusive Werbemaßnahmen entwickeln. Dabei wurden für die „Unternehmen“ des Vorjahres, wie z.B. „Café heiße Bohne“ mit eigenen neuen Kreationen, Eiswagen „Flippo Icecream“, Schulkleidung, FairTrade Automat, Insektenkiosk namens „Bugs to go“, um nur einige zu nennen, neue kreative und bis ins kleinste Detail geplante Ideen zur Vermarktung entwickelt, so dass es mich nicht wundern würde, wenn die ein oder andere Geschäftsidee nach dem Realschulabschluss in die Tat umgesetzt würde.

Constanze Burger mit Klasse 8B

Geschichte in der Box

„Man muss die Realität sehen, und die Realität zeigt, dass wir in der Gefahr sind, eine geschichtsvergessene Generation heranzubilden!“

(H.P. Meidinger, dt. Philologenverband)

Dass es auch anders geht, zeigen unsere 10t-Klässler eindrucksvoll mit der kreativen Umsetzung unterschiedlichster historischer Themen in einer „Geschichte in der Box“.

Christian Schmitz

Digitale Führung über das Gelände der KZ-Gedenkstätte Dachau

Der Besuch eines ehemaligen Konzentrationslagers ist fest im Lehrplan Geschichte der 9. Jahrgangsstufe verankert. Pandemiebedingt konnte dieser im vergangenen Schuljahr nicht durchgeführt werden und auch dieses Frühjahr war eine Führung vor Ort für die Schüler, die nun die 10. Klasse besuchten, nicht möglich. Aus diesem Grund absolvierte die Klasse 10 A zumindest einen digitalen Rundgang über das Gelände der KZ-Gedenkstätte in Dachau.
Die beiden Guides Fr. Ferrero-Heinz und Herr Burger streamten hierzu live während ihrer Führung ins Klassenzimmer und brachten diesen Ort unfassbarer Verbrechen den Schülern nahe. Die Führung startete in den rekonstruierten Baracken des Konzentrationslagers, wo der Klasse 10 A auch erste Basisinformationen über die Errichtung und die tägliche Organisation des Lagerlebens gegeben wurden. Schon der Gang durch die Räume, in denen Häftlinge auf engstem Raum und unter katastrophalen hygienischen Bedingungen ausharren mussten, beeindruckte und machte sichtlich nachdenklich. Beim Überqueren des riesigen Appellplatzes, auf dem bis zu 30.000 Inhaftierte Platz fanden, wurden zudem die Dimensionen dieses Ortes bewusst. Im Schubraum erklärten uns die Referenten, was es bedeutete, in Dachau nur aufgrund einer „falschen“ Religion, einer „unpassenden“ Sexualität oder einer abweichenden Meinung bzw. politischer Haltung inhaftiert zu werden. Neben jedem persönlichen Eigentum und dem Namen, der gegen eine Häftlingsnummer eingetauscht werden musste, gaben die Häftlinge hier auch ihre Menschenwürde ab. Erniedrigende Rituale und harte körperliche Strafen für geringfügige Regelverstöße standen von nun an an der Tagesordnung. Ein Ausbruch war durch die elektrischen Zäune und die Dauerbewachung durch bewaffnete SS-Angehörige unmöglich, wie uns Frau Ferrero-Heinz und Herr Burger erklärten. Die „neutrale Zone“ vor dem Zaun wurde dabei vom Wachpersonal nicht selten genutzt, um Gefangene aus reiner Willkür in den sicheren Tod zu treiben. Die Ermordeten wurden im KZ-eigenen Krematorium von Mithäftlingen verbrannt, wobei die Verbrennungsöfen gegen Ende der NS-Diktatur mit der Masse an Toten völlig überlastet waren. Auch die an das Krematorium angeschlossene Gaskammer symbolisiert auf grausame Weise die Menschenverachtung, die an diesem Ort herrschte. Der Rundgang schloss am Mahnmal des „unbekannten Häftlings“.

„Den Toten zur Ehr´, den Lebenden zur Mahnung“

lautet die Inschrift unter dieser Skulptur. Hier wurde den Schülern von den Guides verdeutlicht, dass dieser Aspekt nun einmal unauslöschlich zur deutschen Geschichte gehört. Und auch wenn niemand der heute lebenden Generationen mehr Schuld trägt an den Verbrechen des NS-Regimes, so ist es doch unsere Aufgabe, daran zu erinnern und so etwas nie wieder geschehen zu lassen.

Christoph Trageser