Berlin

Das Bundesfinale 2019 steht unter einem besonderen Stern und soll eine außergewöhnliche Veranstaltung werden: 50 Jahre Jugend trainiert für Olympia.

Somit dürfen die Fußballmädels der RSH, nachdem sie sich im letzten Schuljahr die Bayerische Meisterschaft sichern konnten, nach der Anreise am Sonntag mit dem abendlichen Besuch des geschichtsträchtigen und politischen Zentrums Berlins am darauffolgenden Montag ein außergewöhnliches Highlight erleben. Alle Bundesländer haben in insgesamt 12 Sportarten die besten Schüler und Schülerinnen in verschiedenen Altersgruppen geschickt und so wirkt der Einmarsch der Sportler*INNEN wie der Einzug der Nationen bei Olympischen Spielen – ein unbeschreibliches Erlebnis für alle. Den Höhepunkt der feierlichen Eröffnung stellt der Auftritt des Bundespräsidenten Frank Walter Steinmeier dar, der die jungen Sportler persönlich willkommen heißt und auf die verbindende Bedeutung des Sports hinweist, aber auch Fairness einfordert.

Nach diesem emotionalen Event heißt es jetzt aber, die Spannung zu halten, denn nun beginnen die Spiele.Das heißt für unsere Fußballmädels und das Trainerteam (Simon Sigl, Dominik Will) am Nachmittag noch zwei Gruppenspiele. Mittlerweile erfährt das Team auch Unterstützung durch den Fanclub, bestehend aus der Schulleiterin Fr. Menzel-Stuck sowie engagierten Müttern und Vätern.

Im ersten Spiel gegen Hamburg zeigt das RSH-Team zwar deutlich, was es draufhat, ist aber scheinbar doch beeindruckt von der Kulisse, sodass es am Ende 0:1 ☹ steht. Das zweite Spiel gegen Bremen läuft dann souverän und endet mit einem klaren 3:0 😊für die Bayern – alles ist noch möglich nach diesem ersten anstrengenden Tag.

Der zweite Wettkampftag beginnt trotz klarer spielerischer Überlegenheit mit einem 0:1 ☹ gegen das Team aus Sachsen- Anhalt. Mit diesem Ergebnis ist klar, dass man sich am Ende nicht ganz vorne wiederfinden wird. Nach dem 1:0 😊 gegen den Landesmeister aus dem Saarland können Mädels, Trainer und Fanclub wieder lauthals jubeln, denn nun ist eine achtbare Platzierung garantiert. Dass Jubel und Enttäuschung im Sport unmittelbar nebeneinander liegen, zeigt sich im letzten Spiel des Tages, als die RSH Mannschaft nach einer erneut überlegen geführten Partie mit einem 0:0, dann im Neun-Meterschießen unglücklich verliert ☹. Auf einer Spreefahrt können sich alle von den körperlichen und seelischen Strapazen erholen und die Stimmung ist gleich wieder super.

Der letzte Spieltag wird die Entscheidung bringen, ob die Mädels mit einem mehr als achtbaren 11. Platz nach Hause fahren können. Trotz des einsetzenden Regens ist das Glück und der Erfolg im Neun-Meterschießen (erneut 0:0 nach der regulären Spielzeit) auf bayerischer Seite 😊. Dem Jubel der Spielerinnen, der Trainer und des Fanclubs schließen sich auch die Klassen 10 C und 10 D an, die dieses Spiel kurzfristig in ihr Abschlussfahrtprogramm aufgenommen haben.

Am Abend geht’s dann zur großen Abschlussfeiermit den Siegerehrungen in die Max Schmeling Halle. Etwa 4500 Schüler*innen jubeln lauthals über Medaillen ihrer eigenen Landesvertreter sowie über ein großartiges Showprogramm. Anschließend gehört die Arena ausschließlich den Jugendlichen, die jetzt nochmal richtig abfeiern können.

Mein Resümee als Begleiterin: Ich habe großen Sport gesehen, durfte an ergreifenden Momenten teilhaben und die hohe Wertschätzung der Veranstaltung erleben. Besondere Anerkennung jedoch verdienen die Fußball-Mädels der RSH: eine tolle Truppe, die sich auf und außerhalb des Platzes außergewöhnlich gut versteht, aufopferungsvoll und fair gekämpft hat, zuverlässig Vereinbarungen einhält, sich füreinander einsetzt und überaus erfolgreich und nahezu professionell die Mission Berlin erfüllt hat!

E. Schmitt