




Herrsching, 15. Juli 2026 – Mit einer eindrucksvollen Vernissage präsentierten die Klassen 8a und 8G der Realschule Herrsching ihre Kunstaktion zum Thema „#safeouroceans“. Über fünf Monate hinweg arbeiteten die Schülerinnen und Schüler jede Woche eine Unterrichtsstunde lang in Gruppen an übergroßen Skulpturen von Meerestieren wie Schildkröten, Quallen und Oktopussen. Das Besondere: Die Kunstwerke entstanden vollständig aus gesammeltem und gereinigtem Plastikmüll.
Den Auftakt des Projekts bildete bereits zu Beginn des Schuljahres ein Workshop, in dem die Jugendlichen den sicheren Umgang mit Werkzeugen und die Bearbeitung von Kunststoff erlernten. Aus vermeintlichem Abfall entstanden so beeindruckende Kunstwerke, die auf die zunehmende Vermüllung der Meere aufmerksam machen.
Ein Blickfang der Ausstellung war der große Slogan:
„Plastik verschwindet nicht, es wird nur immer kleiner.“
Passend dazu wurde der Ausstellungsraum mithilfe von Licht- und Tontechnik in eine faszinierende Unterwasserwelt verwandelt. Blau schimmernde Lichteffekte und Meeresgeräusche ließen die Besucherinnen und Besucher förmlich in die Tiefen der Ozeane „abtauchen“. Zwischen den riesigen Meerestieren entstand das Gefühl, selbst Teil dieser bedrohten Welt zu sein.
Bereits im Februar hatte die Schule mit einem Projekttag unter dem Zeichen #safeouroceans auf das Thema aufmerksam gemacht. Zu Gast waren das Unternehmen „Einmal ohne, Bitte“, das über richtige Mülltrennung informierte, sowie die Captain Paul Watson Foundation Germany e. V., die von ihrem Einsatz für den Meeresschutz berichtete. Auch bei der Vernissage war die Stiftung vertreten und begeisterte mit einem spannenden Vortrag, der zum Nachdenken anregte.
„Am Anfang konnten wir uns gar nicht vorstellen, dass aus dem ganzen Plastik einmal eine riesige Schildkröte wird“, erzählte ein Schüler der 8ten Klasse stolz. Ein Besucher lobte die Ausstellung: „Die Skulpturen sind beeindruckend und zeigen eindrucksvoll, warum wir unsere Gewässer besser schützen müssen.“
Schulleiter Christian Schmitz blickte bereits nach vorne: „Wir werden künftig Clean-ups direkt hier an unserem wunderschönen Ammersee durchführen.“ Unterstützung sagte auch Dominik von der Captain Paul Watson Foundation Germany e. V. zu: „Anpacken statt nur reden – jeder noch so kleine Schritt zählt.“
Die Skulpturen werden am Ende des Schuljahres wieder zerlegt und in einem weiteren Workshop neu verarbeitet. Was daraus entsteht, möchte Kunstlehrerin Frau Weindl noch nicht verraten. Sicher ist jedoch: Das Projekt hat gezeigt, dass Kunst Menschen bewegen und für den Schutz von Gewässern und Ozeanen sensibilisieren kann – denn saubere Meere gehen uns alle an.
T. Weindl FL m/t, FSL Kunst

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