Am Donnerstag, den 29.02.2024 verwandelte sich die neue Dreifachturnhalle der Realschule Herrsching in eine beeindruckende Messehalle. Viel Platz war auch nötig. 83 Firmen, weiterführende Schulen, Handwerksbetriebe, Banken und Behörden aus dem Fünfseenland präsentierten sich den zahlreichen Besuchern – darunter sehr viele 9.- und 10.-Klässler:innen der Realschule, oft in Begleitung ihrer Eltern.
Jedes Jahr organisiert der Förderverein in Kooperation mit der Schule mit großem Engagement die Messe, die von Schirmherr und Landrat Stefan Frey eröffnet wurde. Schulleiter Christian Schmitz begrüßte die Besucher und wies auf eine Neuerung hin. Neben den Ständen gab es Kurzvorträge, in denen Firmen über verschiedene Ausbildungsberufe informierten. Darunter waren z.B Justizfachwirt:in (Amtsgericht Starnberg) oder Hörakustiker:in (Geers Hörakustik).
Ziel der Messe ist es, den Schüler:innen zu zeigen, welche interessanten Berufsmöglichkeiten ihnen vor ihrer Haustüre geboten werden, um sie in der Region zu halten. Sie konnten mit den vielen Ausstellern unterschiedlichster Branchen ins Gespräch kommen, Einblicke in die Berufe erhalten, typische Werkzeuge und Maschinen ausprobieren und erste Kontakte für Praktika oder Ausbildungsplätze knüpfen.
Bei dem ein oder anderen Stand gab es auch ein freudiges Wiedersehen mit ehemaligen Absolvent:innen, die nun bei den Firmen tätig sind.
Im Februar durften alle unsere 6ten Klassen einen Schultag im Jugendzentrum Herrsching (‚Stellwerk‘) verbringen. Hier arbeiteten unsere Schüler*innen in drei Stationen zu unterschiedlichen Themen der Mediennutzung:
Zeitmanagement und Suchtgefahr – wieviel Zeit verbringe ich am Handy, beim ‚Zocken / spielen, Fernsehen…..und was macht das mit mir? Was kommt zu kurz?
Gefahren im Netz – weiß ich immer, mit wem ich kontakte? Was passiert mit meinen Daten/Fotos? Wie kann ich mich schützen?
Gefühle im Netz – mein Gegenüber, Empfänger*in meiner Nachrichten, mein/e Mitspieler*in ist ein MENSCH! Wie gehe ich mit Gefühlen anderer um? Was kann bei Menschen ausgelöst werden, die immer nur negativ behandelt werden? Z.B. auf Whatsapp? Was ist Cybermobbing?
Die engagierten Kinder konnten vieles erfahren und wurden sensibilisiert ab sofort genauer ihren Medienkonsum und ihr Verhalten im Netz zu beobachten. Es gab natürlich auch Zeit und Raum zum Diskutieren, Pause machen, Essen (mit Gutti Beilage vom Elternbeirat) und Spielen.
Liebe Eltern, eines wurde sehr deutlich: ohne SIE geht es in keinem Bereich! Bitte kontrollieren und begleiten Sie liebevoll, aber kritisch den Umgang Ihrer Kinder mit Medien. Danke. Euer / Ihr Team der Medientage
Melanie Wederhake, Marius Längenfelder, Anna Rochan, Eugen Polster, Laura Lucks, Christian Möricke, Renate Reischl, Andrea Hopf
Am Dienstag, den 27.02.2024, organisierte die Fachschaft Religion für die Klassen 6C und 6E zwei ganz besondere Unterrichtsstunden.
Es gab eine Live-Schaltung nach Jerusalem und Arie Rosen, der in Deutschland aufwuchs, seit seinem 15. Lebensjahr in Israel lebt und sich heute für kulturelle Begegnungen einsetzt, gab den Schüler:innen Einblicke in seine Religion.
Er referierte dabei sehr anschaulich und abwechslungsreich und zog die Jugendlichen schnell in seinen Bann. So zeigte er ihnen zum Beispiel seine Gebetsriemen, die Mesusa, die an jeder jüdischen Eingangstür zu finden ist und eine Tora. Dabei beeindruckte die Schüler:innen besonders, wie bedeutsam und kostbar eine Originaltora ist. Sie wird von ausgebildeten Tora-Schreibern mit Hand geschrieben, in einen Mantel gehüllt und geschmückt, nur mit einem Zeigestab berührt und beerdigt, wenn sie ausgedient hat.
Das Hauptthema der Videokonferenz war der Schabbat. Die 6.-Klässler:innen lauschten gespannt und überrascht den Ausführungen des Referenten, wenn er von dem Ablauf und den Verboten dieses Feiertags und dem Sinn dahinter erzählte. Wie man von Freitagabend bis Samstagabend komplett ohne elektrische und elektronische Geräte auskommen soll, schien ihnen unvorstellbar. Arie Rosen betonte jedoch den besonderen Erholungsfaktor des Ruhetages und empfahl den Jugendlichen, es auch mal einen Tag ohne Handy zu versuchen.
Das große Interesse und die Neugier der Jugendlichen zeigte die Fragerunde am Ende. Dabei kam neben vielen Nachfragen zu den Sabbatgeboten auch die Betroffenheit über den Krieg zum Ausdruck. Eine Schülerin wollte zum Beispiel wissen, wie es sich anfühlt, einen Vortrag zu halten und zu wissen, dass jederzeit Raketenalarm ausgelöst werden könnte. Sehr offen sprach Arie Rosen von seinen aktuellen Ängsten und Hoffnungen.
Durch seinen persönlichen, lebensnahen Vortrag bekamen die Kinder einen ganz besonderen Einblick ins jüdische Leben.
Auch in diesem Jahr veranstaltete die SMV eine Valentinstagsaktion, bei der sich Schülerinnen und Schüler gegenseitig eine rote Rose schicken konnten. Insgesamt fanden mehr als 260 Rosen ihren glücklichen Empfänger. Wir bedanken uns bei allen Helfern, die den Vorverkauf sowie das Verteilen der Rosen tatkräftig unterstützt haben!
Auf authentische und spielerische Art und Weise brachte die 23-jährige Französin Johane Siro, die für mehrere Monate in München lebt und für das institut français arbeitet, den Schülern und Schülerinnen der Klassen 6 A, C, D und E in jeweils einer Unterrichtsstunde die französische Sprache näher. So lernten die Sechstklässler schnell über ihren Namen, ihr Alter, ihren Wohnort, ihre Hobbys und ihre Sprachkenntnisse in der neuen Fremdsprache Auskunft zu geben. Auch aktuelle französische Musik floss spielerisch anhand eines Zahlenspiels mit ein.
Dass die Sprachen Deutsch, Englisch und Französisch so einige Gemeinsamkeiten haben, verstanden die SchülerInnen schnell, als es die transparenten Wörter wie beispielsweise le crocodile, le téléphone oder la banane anhand von Bildkarten in Kombination mit den bereits gelernten Zahlen von 1 bis 6 in einem kleinen Wettbewerb zu ergattern galt.
Am Ende waren die geographischen Kenntnisse gefragt. So sollten die TeilnehmerInnen anhand von Bildern zuordnen, ob die Sehenswürdigkeiten oder Landschaften entweder in Deutschland oder Frankreich liegen. Während die Dune du Pilat von den meisten Klassen ganz klar als die höchste Düne Europas in unserem Nachbarland verortet wurde, forderte die Brücke über den Neckar in Heidelberg die meisten Klassen ganz schön heraus. So haben sie am eigenen Leib erfahren, dass wir trotz unserer Nationalität nicht alles über unser Land wissen (können) und immer aufgeschlossen gegenüber neuen Kulturen und Ländern sein sollen. Vor allem Sprachkenntnisse erleichtern uns den Austausch miteinander bei Reisen oder im späteren Berufsleben und lassen viele neue Erfahrungen zu!
So konnten die Sechstklässler, deren Wahlplichtfächerentscheidung im März näher rückt, ein bisschen in die Sprache unseres Nachbarlandes hineinschnuppern und Neuland betreten.
Im Januar 2024 lud die Akademie für politische Bildung in Zusammenarbeit mit dem bundesweiten Aktionsnetzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ wieder engagierte Schülerinnen und Schüler nach Tutzing ein.
In einem zweitätigen Seminar machten sich auch unsere SOR-Schülerinnen Gedanken, z.B. über Meinungsfreiheit und deren möglicher Grenzen oder über Diskriminierungsverbote. Die Jugendlichen überlegten gemeinsam, wann es Zeit sei bei Konflikten einzuschreiten und was Toleranz ausmacht. Sie waren überrascht, welche Formen von Diskriminierung es gibt und fanden so auch Worte für eigenes Erleben. Daneben haben sich die Schülerinnen und Schüler mit den Ebenen von Diskriminierung beschäftigt und dabei auch die Institution Schule näher betrachtet.
Unsere drei Schülerinnen Maya Eben, Selina Seipolt und Nelia Yilmaz (8e) haben nach eigener Auskunft in den beiden Tagen viel gelernt – auch weil die Herangehensweise in den Workshops deutlich interaktiver gewesen sei. So haben sie alle Übungen und Methoden, mit denen man Diskriminierung erfahrbar machen kann auch selbst ausprobiert. Und sie haben Schülerinnen und Schüler aus anderen Schularten kennengelernt und dadurch viel Inspiration bekommen. Die drei sind jedenfalls mit vielen Ideen wieder an die RSH zurückgekehrt und wir sind gespannt auf neue Projekte.
Bunt, bewegt und sehr munter ging es auch an der Realschule Herrsching am „Unsinnigen Donnerstag“-Nachmittag zu, an dem die Tutorinnen und Tutoren unsere Fünftklässlerinnen und Fünftklässler zum Faschingstreiben eingeladen hatten. Spiele im Klassenzimmer und Mitmach-Tanzaktionen wechselten sich dabei ab mit Schminkstation, buntem Treiben und Polonaise in der Aula.
Die Klassen 7B und 7D besuchten am Freitag, den 09.02.2024 im Rahmen des Geographieunterrichts den Botanischen Garten in Nymphenburg. Passend zum derzeitigen Themenkomplex „Afrika; Vegetations- und Klimazonen“ erhielten die Schüler in einer 90-minütigen Führung Einblicke in die Vegetation der Tropen und Subtropen, sowie die Anpassungsfähigkeit der Pflanzen an die besonderen klimatischen Bedingungen.
Während der Führung erhielten die Schüler immer wieder Geruchs- und Geschmacksproben von Nutzpflanzen des tropischen Regenwalds wie beispielsweise Kakao, Zimt, Vanille. Dabei wurde bewusst, wie mühsam und arbeitsintensiv so manche Produkte heranreifen und geerntet werden, die wir in unserem Alltag ganz selbstverständlich verwenden und verzehren.
Am Ende des Tages blickten wir zurück auf einen lehrreichen Vormittag mit einem kurzen Abtauchen in eine tropische Klimazone inmitten unserer Heimat.
Die SMV hatte am Donnerstag dazu aufgerufen verkleidet in die Schule zu kommen. Viele Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer hatten wieder kreative Einfälle und habe gern mitgemacht.
Das Foto von der Preisverleihung zeigt von links nach rechts: Stellvertretende Schulleiterin Ursula Meisinger-Schmidt, Sebastian De Andrade (Hochschule Neu-Ulm), Lehrkraft Christina Böhm, Johannes Weiß, Staatsministerin Anna Stolz, Felix Krause, Joschua Scholz, Lorenz Bust, Michael Mötter (bbw)
Seit 2011 wird der Mint21-Preis für besonders gelungene Projekte an Schulen vergeben. Die Mint-Initiative ist eine Kooperation aus Wirtschaft und Bildung, mit dem Ziel, den Unterricht in den Fächern Mathematik, Informationstechnologie, Naturwissenschaften und Technik qualitativ zu verbessern. Zunehmend in den Mittelpunkt rückten in den letzten Jahren digitale Themen.
Die feierliche Preisverleihung fand im Haus der Bayerischen Wirtschaft in München statt. Staatsministerin Anna Stolz gratulierte den Teilnehmer:innen für ihre „beeindruckenden Projekte, mit denen sie Zukunftswissen in die Praxis umsetzen.“ Auch der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der vbw, Dr. Christof Prechtl, lobte das Engagement der Schulen: „Zur Sicherung des Fachkräftebedarfs brauchen wir Bildungsprojekte, die frühzeitig, individuell und praxisnah die Technikbegeisterung junger Menschen wecken.“
Die Realschule Herrsching ist mit ihrem Projekt „Gamedesign“ eine von acht Preisträgerschulen. Den Preis nahmen die stellvertretende Schulleiterin Ursula Meisinger-Schmidt, die Biologie- und Chemielehrkraft Christina Böhm, Sebastian De Andrade von der Hochschule Neu-Ulm sowie die Schüler Johannes Weiß, Joschua Scholz, Felix Krause und Lorenz Bust bei der feierlichen Veranstaltung in München sehr stolz entgegen.
Das Projekt mit Lernspielen startete Christina Böhm aus der Not heraus in der Coronazeit, als sie überlegte, wie 5.-Klässler:innen im Homeschooling an ihren „Mikroskopierführerschein“ kommen sollen. Sie hatte die Idee einer digitalen Lösung und knüpfte dazu Kontakt zu Prof. Michael Hebel, der den Studiengang Game-Produktion und Management an der Hochschule in Neu-Ulm leitet.
Dies war der Beginn einer sehr gewinnbringenden Zusammenarbeit. 7.-10.-Klässler:innen der Herrschinger Realschule nahmen an einem Workshop teil, bei welchem sie online und dann vor Ort in Neu-Ulm zuerst Brett- und dann digitale Jump&Run-Spiele entwickelten.
Student:innen der Hochschule kamen außerdem nach Herrsching, um ihre Lernspiele für den Unterricht zu testen. Das Chemie-Brettspiel „Nexus“, das den deutschen Multimediapreis mb21 gewann, war das Highlight der Zusammenarbeit. Das Spiel soll Schüler:innen dabei helfen, ihr erlerntes Wissen aus dem Chemieunterricht entweder in Form eines Brettspiels oder in einer digitalen App zu festigen.
Nicht nur mit der Hochschule Neu-Ulm gab es eine Zusammenarbeit. Die Inhaber des Unternehmens eXplore-Studio, Virginie und Mario Kossmann aus Herrsching lasen von dem Gamedesign-Projekt der Realschule in der Presse. Sie nutzen die Chance, ihr Spiel „The Kaiyo Mission“ vor der Veröffentlichung von Herrschinger Realschüler:innen testen zu lassen und sich Feedback einzuholen. Die Unternehmer waren begeistert von der Zusammenarbeit und planen für die Zukunft, Schüler:innen als Praktikant:innen zu übernehmen.
Christina Böhm sieht Spiele als Chance, Abwechslung in den Unterricht zu bringen, Jugendliche zu motivieren und sie fit für die Zukunft zu machen. Mit dieser Einschätzung ist sie nicht alleine, wie die Mint-Auszeichnung zeigt.
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